Was sind Biotope? Die Rettung des „Mr. Molch“

Was sind Biotope? Die Rettung des „Mr. Molch“

Das Wissen über Biotope, das beim Besuch des Permakulturhofes erfahrbar gemacht wurde, konnten die Schüler*innen der Gesamtschule Langerfeld während des 2. Praxistages in der Station Natur und Umwelt vertiefen und unterschiedliche Biotope auf dem angrenzenden Gelände selbst in der Natur erkunden. 

Warum haben Hirschkäfer ein Geweih? Wo schlage ich Informationen dazu nach? Was hat das Spiel “Jenga” mit Artenschutz zu tun? Diesen und weiteren Fragen konnten die Schüler*innen spielerisch auf den Grund gehen. Dabei hat das Jenga-Spiel gezeigt, dass ein System sehr schnell kippen kann, wenn zu viele einzelne Teile nicht mehr vorhanden sind und ihre stabilisierende Aufgabe erfüllen. Der Turm verliert an Stabilität und kippt schließlich um. Auf Tierarten übertragen ist deutlich geworden, dass diese aussterben, wenn Menschen ihren Lebensraum zu sehr verändern oder gar für sich in Anspruch nehmen. 

Bei einer kleinen Expedition in den Wald haben sich die Schüler*innen mit dem Fernglas auf die Suche nach einem Schwarzspecht begeben. Nach einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück arbeiteten die Schüler*innen in Gruppen an Mind-Maps zu den Tieren, die sie vorab im Unterricht ausgewählt haben. Das Ziel ist es, zukünftig für diese Tiere einen Lebensraum in der Pflanzbar, dem Gartengrundstück in der Nähe der Schule, zu schaffen. Dafür muss man die Tiere und ihre Gewohnheiten erst genau kennen. Welche Nahrung, welchen Lebensraum bevorzugen sie?

"Mr. Molch"

Anschließend waren die Schüler*innen selbstständig mithilfe eines Lageplanes auf dem Außengelände der Station Natur und Umwelt unterwegs, um zu schauen, ob sie Lebensräumen in der Natur entdecken, die zu den ausgewählten Tierarten passen (z.B. Natursteinmauer, Insektenhotel, Altholz u.a.). Diese wurden per Handy-Foto festgehalten.

Das Highlight kam zum Schluss: Da sich die Station im Umbau befindet, konnte die Klasse diese beim Umsetzen von Tieren von einem in den anderen Teich unterstützenEin Schüler fand sogar einen Molch, der feierlich Mr. Molch getauft und in einem wasserbefüllten Eimer von allen begutachtet wurde. Doch auch viele kleine Larven und Käfer wurden entdeckt und behutsam vom Kescher in den Eimer „gepinselt“. Gemeinsam wurden die Tiere in den Eimern zum anderen Teich gebracht und dort in ihre neue Heimat entlassen, auch Mr. Molch findet dort sein neues Zuhause. Und auch die Schüler*innen verlassen die Station mit einem großen 3-2-1-DANKE und viel Wissen und Erfahrungen zu Biotopen, Karten-, Fernglas- und Keschernutzung.

Mit Gummistiefeln ausgestattet fischten sie im Teich mit Keschern nach Tieren.
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