Tiere pflanzen? Was haben Tiere mit Pflanzensamen zu tun? Die Wuppertaler „Tuffis“ finden es heraus
Die Klasse der Gesamtschule Langerfeld auf ihrem Rundgang über den Hof.

Tiere pflanzen? Was haben Tiere mit Pflanzensamen zu tun? Die Wuppertaler „Tuffis“ finden es heraus

Am 24.01.2020 reiste das Wuppertaler Lernwerkstatt-Team „die Tuffis“ der Gesamtschule Langerfeld zum Permakulturhof vorm Eichholz e.V., um etwas über die Artenvielfalt in der Stadt zu lernen. Dabei wurden sie vom außerschulischen Partner, der Bergischen Gartenarche für die IG Wuppertals Urbane Gärten und weiteren Unterstützer*innen durch den Tag begleitet. Das Lernwerkstatt-Team hat sich nach dem berühmten Elefanten Tuffi benannt, der vor knapp 70 Jahren einen Sprung aus der Wuppertaler Schwebebahn überlebte. Statt mit Elefanten beschäftigten sich die Schüler*innen während des ersten Praxistags der Lernwerkstatt mit heimischen Tieren: Was ist Artenvielfalt überhaupt? Wie stehen Tiere und Pflanzen miteinander in Verbindung? Und vor allem: Wie können wir die Artenvielfalt im Umfeld unserer Schule schützen bzw. fördern? 

Die Schüler*innen lernen, wie man Samen säubert.
Die Schüler*innen lernen Techniken, wie sie am besten an die Pflanzensamen heran kommen. Foto: Wuppertal Institut
Im Anschluss erhielt die Klasse eine Führung auf dem Hof und lernte verschiedene Lebensräume kennen, die sie später auch auf die PflanzBar übertragen könnten – einem schulnahen Grundstück, auf dem die Schüler*innen ihre Ideen umsetzen wollen. Von besonderem Interesse war ein Rundgang auf dem Permakulturhof zur Besichtigung der Biotope, die für Vögel, Insekten und Fledermäuse wichtig sind, da sich die Klasse auf diese Lebewesen konzentrieren möchte. Diese benötigen bestimmte Pflanzen, die ihnen direkt oder indirekt als Nahrungsgrundlage und Lebensraum dienen. Daher ging es im nächsten Schritt darum, die für die Biotope notwendigen Pflanzensamen zu reinigen und zu verpacken. Mit viel Freude und Engagement holten die Schüler*innen mithilfe ihrer Finger, aber auch mit ihren Füßen oder Holzhämmern die Samen aus den getrockneten Pflanzenteilen heraus, befreiten sie vom Schmutz und packten sie in Tüten ab. Damit unterstützten sie die auf dem Permakulturhof ehrenamtlich Tätigen darin, mit den Samen alte Kulturen zu erhalten und Lebensraum für Tiere zu schaffen.

Am Ende des ereignisreichen Tages ging es mit zahlreichen Pflanzensamen zurück auf den Heimweg. Nun freut sich die Klasse auf den Besuch der Station Natur und Umwelt, wo die nächsten Kenntnisse zur Gestaltung der PflanzBar gesammelt werden. Das Gelernte wird in der  Schule mit der Biologielehrerin und dem Umweltbeauftragten der Schule aufgegriffen und vertieft.